Wenn die Verschattungssimulation eine höhere Jahresverschattung eines Moduls als 3 % ergibt, empfiehlt Swisspearl als Richtwert, an diesen Stellen statt Solarmodule Ergänzungsplatten zu verlegen. Swisspearl bietet solche Ergänzungsplatten in zu den Solarmodulen passenden Farbtönen an.
Eine intensive Verschattung kann grosse Auswirkungen auf die elektrischen und thermischen Eigenschaften des Solarmoduls haben. Da bei Indach-Solaranlagen das Modul die Dachaussenhaut selbst darstellt, ist es wichtig, dass die Module langfristig perfekt funktionieren und keine Schäden auftreten.
Als kritisch anzusehen sind insbesondere harte Schatten von nahe am Modul befindlichen Objekten. Diese werfen lokal begrenzte und nur langsam wandernde Schatten, so dass die betroffenen Teilbereiche eines Moduls über längere Dauer sehr hohen Temperaturen ausgesetzt sind.
Weshalb entstehen diese hohen Temperaturen?
Eine Solarzelle erzeugt Strom, wenn sie Sonnenlicht bekommt. Liegt ein Teil eines Moduls zum Beispiel durch ein Abzugsrohr oder einen Kamin im Schatten, produzieren die betroffenen Zellen weniger oder gar keinen Strom. Die anderen, unverschatteten Zellen im gleichen Modul erzeugen jedoch weiterhin Strom, der durch die verschatteten Zellen fliessen muss. Weil diese aber keine Energie mehr liefern können, wirken sie wie ein Hindernis für den Strom. Dabei entsteht Wärme; ähnlich wie bei einem elektrischen Widerstand. Wird die Zelle über längere Zeit so belastet, kann sie sich stark erhitzen. Es entsteht ein sogenannter Hotspot, der die Zelle dauerhaft beschädigt.