Designtradition bei Swisspearl | Faserzement - Swisspearl
241015_Tectolit_SoMe_1-2_1080x1080.jpg
Das Dach mit einer monolithischen Designvision

Tectolit steht für eine puristisch‑monolithische Gestaltung – reduziert im Ausdruck, präzise in Form und Ausführung.
Für harmonische, durchgängige Gebäudehüllen von Dach bis Fassade – effizient realisiert.

Mehr erfahren
Swisspearl_Guhl-Chair (2)Swisspearl_Guhl-Chair (2)

Designtradition bei Swisspearl

2026-08-27 5 min

Die lange Designtradition von Swisspearl hat eine Vielzahl außergewöhnlicher Objekte hervorgebracht. Entstanden aus der Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Gestalterinnen und Gestaltern, zeigen sie eindrücklich, welche überraschenden Formen und Anwendungen mit Faserzement möglich sind. Manche dieser Entwürfe entwickelten sich zu bekannten Designklassikern, andere blieben experimentelle Einzelstücke oder begleiteten das Sortiment nur über eine bestimmte Zeit.

Die charakteristischen Materialeigenschaften des Faserzements machen das Material für Produktdesigner besonders interessant: Im feuchten Zustand lässt sich das Material formen und eröffnet dadurch vielfältige gestalterische Möglichkeiten. Nach dem Aushärten entwickelt es seine charakteristische Stabilität und Langlebigkeit.

Die Verbindung von Faserzement und Design hat bei Swisspearl eine lange Tradition. Bereits Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden Pflanzgefässe aus dem vielseitigen Werkstoff. Einen bedeutenden Meilenstein in der Designgeschichte des Unternehmens setzte der Schweizer Designer Willy Guhl, der sich in den 1950er-Jahren intensiv mit den gestalterischen Möglichkeiten des dünnwandigen und formbaren Faserzements auseinandersetzte. Seine Entwürfe zeigten eindrücklich, wie sich die technischen Eigenschaften des Materials mit einer eigenständigen Formensprache verbinden lassen.

Diese enge Verbindung zwischen Materialkompetenz, industrieller Fertigung und gestalterischer Innovation prägt die Designtradition von Swisspearl bis heute. Die Zusammenarbeit mit Gestaltern wurde immer zu fortgeführt und eröffnet immer wieder neue Perspektiven auf die gestalterischen Möglichkeiten von Faserzement. So konnte über all die Jahre ein Netzwerk mit namenhaften Gestaltern wie Willy Guhl, Michel Charlot, Julia Sponeck und unzähligen weiteren Gestaltern aufgebaut werden.

Da sich die Zeiten, Bedürfnisse und die Nachfrage stetig wandeln, entwickelt sich auch das Produktportfolio von Swisspearl kontinuierlich weiter. Dies bedeutet, dass selbst Designprodukte, auf die man mit Stolz zurückblickt und die einen wichtigen Teil der gestalterischen Unternehmensgeschichte darstellen, nicht immer dauerhaft weitergeführt werden. Manche dieser Objekte verschwinden aus dem aktuellen Sortiment, bleiben jedoch als Zeitzeugen ihrer jeweiligen Epoche und als Ausdruck der langjährigen Designkultur von Swisspearl von Bedeutung.

Design by Michel Charlot

Mold Lamp

Zu erwähnen ist die ikonische Mold Lamp des Schweizer Gestalters Michel Charlot, der in Paris, London und Tokio tätig war und unter anderem für renommierte Unternehmen wie Vitra, Kettal und Belux arbeitete. Die besondere Ausdruckskraft der Mold Lamp liegt in ihrer bewusst zugelassenen Imperfektion. Unregelmässige Strukturen, feine Risse und die individuelle Beschaffenheit des Faserzements verleihen der Leuchte eine unverwechselbare Oberfläche. Dadurch geht die Mold Lamp über ihre reine Funktion als Gebrauchsgegenstand hinaus und entwickelt eine beinahe skulpturale Präsenz im Raum. Das Zusammenspiel von Material, Licht und unregelmässiger Oberfläche verleiht jedem Exemplar seinen eigenen Charakter.

Mold Lampe_Eternit_freigestellt

Design by Designstudio Estragon

Vonschloo und Ella

Eine weitere spannende Zusammenarbeit entstand mit dem Zürcher Designstudio Estragon von André Lüthy und Dirk Fleischhut. Mit dem Lautsprecher Vonschloo L242 übertrugen die Gestalter die charakteristischen Eigenschaften von Faserzement in die Welt des Hi-Fi-Designs. Inspiriert von der traditionellen «Folle», einem archaischen Klangobjekt aus den Schweizer Alpen, entstand ein skulpturaler Klangkörper, bei dem die Materialwahl nicht nur die Ästhetik prägt, sondern dank der besonderen akustischen Eigenschaften des Faserzements auch eine funktionale Bedeutung erhält.

Darüber hinaus haben die bereits mit mehreren Red Dot Awards ausgezeichneten Gestalter von Estragon ein Accessoire für Swisspearl entworfen, das sowohl im privaten als auch im öffentlichen Raum und im Innen- wie im Aussenbereich seinen Platz findet. Mit «Ella», einem spielerischen Verweis auf «Umbrella», ist es ihnen gelungen, die charakteristisch raue Oberfläche des Faserzements mit einer einfarbigen Kordel wirkungsvoll zu kombinieren. Der bewusste Kontrast zwischen dem mineralischen Werkstoff und dem textilen Element verleiht dem Schirmständer eine eigenständige Ästhetik. Funktional und zugleich zurückhaltend im Ausdruck.

CustomMade_Vonschloo_Teaser_800x533
Discover_LOCAL_30012025_Swisspearl’s long tradition of design Ella

Design by Fries & Zumbühl

Tetris und Hocuspocus

Auch Fries & Zumbühl dürfen wir zu den Gestaltern zählen, die die Designgeschichte von Swisspearl mitgeprägt haben. Mit Tetris schufen sie 2007 ein modulares Regalsystem, das bereits 2009 sowohl mit dem Red Dot Design Award als auch mit dem iF Product Design Award ausgezeichnet wurde.

Die einzelnen Module lassen sich unterschiedlich anordnen, kombinieren und erweitern. Ihre klare Geometrie lädt zum spielerischen Umgang mit dem System ein und ermöglicht Konstruktionen sowohl in die Breite als auch in die Höhe. Gerade in der innovativen Einfachheit der Konstruktion und der unverfälschten Erscheinung des rohen Faserzements liegt die besondere Qualität von Tetris.

Discover_LOCAL_30012025_Swisspearl’s long tradition of design Tetris
Hocuspokus small_freigestellt

Den Gestaltern Fries & Zumbühl ist zudem ein weiteres bemerkenswertes Designobjekt im Swisspearl-Portfolio zuzuschreiben: ein Tisch aus Faserzement, dessen Formensprache an ein locker fallendes Tuch erinnert. Der massive Werkstoff erhält dadurch eine überraschende Leichtigkeit und vermittelt beinahe den Eindruck eines textilen Materials. Dieser bewusste Gegensatz zwischen der Härte des Faserzements und der scheinbaren Weichheit der Form macht den Entwurf zu einem besonderen Beispiel für den experimentellen Umgang mit dem Werkstoff.

Design by Tina Rugelj

Seater

Spricht man von eleganten Möbelstücken aus Faserzement, die in stilvollen Gärten ihren Platz finden, führt kaum ein Weg an der Kollektion von Tina Rugelj vorbei. Mit ihrem Seater aus der Kollektion «Concrete Garden» erhielt die slowenische Designerin 2012 den Design Preis Schweiz. Rugelj überzeugt mit einer klaren und reduzierten Formensprache, die die Grenzen zwischen Architektur, Möbel und Skulptur fliessend ineinander übergehen lässt. Ihre Entwürfe verleihen dem robusten Werkstoff Faserzement eine überraschende Leichtigkeit und machen ihn zum selbstverständlichen Bestandteil anspruchsvoll gestalteter Außenräume.

Discover_LOCAL_30012025_Swisspearl’s long tradition of design_Seater 1
Discover_LOCAL_30012025_Swisspearl’s long tradition of design_seater 2