Die charakteristischen Materialeigenschaften des Faserzements machen das Material für Produktdesigner besonders interessant: Im feuchten Zustand lässt sich das Material formen und eröffnet dadurch vielfältige gestalterische Möglichkeiten. Nach dem Aushärten entwickelt es seine charakteristische Stabilität und Langlebigkeit.
Die Verbindung von Faserzement und Design hat bei Swisspearl eine lange Geschichte. Bereits Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden Pflanzgefässe aus dem vielseitigen Werkstoff. Einen bedeutenden Meilenstein in der Designgeschichte des Unternehmens setzte der Schweizer Designer Willy Guhl, der sich in den 1950er-Jahren intensiv mit den gestalterischen Möglichkeiten des dünnwandigen und formbaren Faserzements auseinandersetzte. Seine Entwürfe zeigten eindrücklich, wie sich die technischen Eigenschaften des Materials mit einer eigenständigen Formensprache verbinden lassen.
Diese enge Verbindung zwischen Materialkompetenz, industrieller Fertigung und gestalterischer Innovation prägt die Designtradition von Swisspearl bis heute. Die Zusammenarbeit mit Gestaltern wurde immer zu fortgeführt und eröffnet immer wieder neue Perspektiven auf die gestalterischen Möglichkeiten von Faserzement. So konnte über all die Jahre ein Netzwerk mit namenhaften Gestaltern wie Willy Guhl, Michel Charlot, Julia Sponeck und unzähligen weiteren Gestaltern aufgebaut werden.