Die klassische thermische Sanierung einhergehend mit der Nutzungsänderung eines ehemaligen Internatsgebäudes, umgesetzt mit gestalterischer Radikalität und stilistischer Sicherheit, ließ die Jury leicht schwindlig werden. Die Farbigkeit einer ausgeleerten Legokiste konsequent über Fassade und Dach appliziert, lässt erstmals die Augen flimmern.
Die pointillistische Methode wurde nicht nur auf die Fassadenapplikation beschränkt, sondern bei sämtlichen Fassadenelementen wie Fensterrahmen, Laibungen, Dachrinnen und Rafflamellenstoren angewendet. Mit dieser Methode wird die bestehende heterogene Bausubstanz aus unterschiedlichen Jahrzehnten homogenisiert und zu einem neuen Ganzen zusammengefügt. Erstaunlich ist, wie die Buntheit in der Nähe sich über die Distanz auflöst und das Gebäude harmonisch mit der Landschaft verschmelzen lässt. Eine starke Arbeit, nicht zur unbedachten Nachahmung empfohlen. Für Nebenwirkungen lesen sie die Packungsbeilage!