Mikado | St. Johann im Pongau, Österreich
Mit dem Mikado ist in St. Johann im Pongau ein Bauwerk entstanden, das unterschiedliche Generationen räumlich zusammenführt und Kinderbetreuung, soziale Infrastruktur sowie Arbeitswelten in einem gemeinsamen Gefüge organisiert.
Der Neubau reagiert auf den steigenden Bedarf an Betreuungsplätzen und übersetzt gesellschaftliche Anforderungen in eine klar strukturierte architektonische Lösung.
Der Entwurf von TP3 Architekten fügt sich als U-förmige Struktur in das leicht geneigte Grundstück an der Liechtensteinklammstraße ein. So entstehen gefasste Außenräume, die in enger Beziehung zu den Innenbereichen stehen und unterschiedliche Nutzungen miteinander verknüpfen. Die räumliche Organisation unterstützt das offene pädagogische Konzept und ermöglicht fließende Übergänge zwischen den einzelnen Funktionsbereichen.
Im Inneren bestimmen natürliche Materialien und eine gezielte Lichtführung die räumliche Wirkung. Die tragende Holzkonstruktion sowie punktuell eingesetzte Lehmoberflächen schaffen eine ausgewogene, haptisch erfahrbare Umgebung. Großzügige Verglasungen stellen Bezüge zum Außenraum her und erweitern den Garten als zusätzlichen Aufenthalts- und Erfahrungsraum.
Die hinterlüftete Fassade ist mit Swisspearl Largo Nobilis Platten in den Farbtönen Granite und Amber ausgeführt. Die großformatigen Elemente sind in einem versetzten Verband angeordnet und erzeugen durch die feine Abstufung der Farbtöne ein differenziertes, nahezu textiles Erscheinungsbild. Trotz der Vielzahl an Nuancen bleibt die Gesamtwirkung ruhig und geschlossen. Je nach Lichteinfall verändern sich Farbwirkung und Tiefe der Oberfläche subtil und verleihen der Fassade eine lebendige, zugleich zurückhaltende Präsenz.
Mit dem Mikado ist ein Ort entstanden, der funktionale Anforderungen mit räumlicher Qualität verbindet und sich als identitätsstiftender Baustein im städtischen Gefüge von St. Johann verankert.