Im Swisspearl-Werk in Finnland hat eine einfache, aber äußerst wirkungsvolle Anpassung der Abluftführung zu erheblichen Energieeinsparungen und niedrigeren Kosten geführt.
Im Werk Lohja, 45 Kilometer westlich von Helsinki, sind Trocknungslinien ein wesentlicher Bestandteil der Produktion von Faserzementplatten. Sie stellen sicher, dass die Produkte am Ende des Fertigungsprozesses den erforderlichen Feuchtigkeitsgehalt aufweisen. Während des Trocknungsprozesses wird warme Luft im Ofen zirkuliert und anschließend über eine Abluftleitung ins Freie abgeführt. Durch eine Neugestaltung der Rohrführung kann die Abluft einer Trocknungslinie nun zurückgeführt und zur Vorwärmung der Verbrennungsluft für beide Trocknungslinien genutzt werden.
Der technische Leiter Mikko Ylikopsa und sein Team prüften zunächst die Anschaffung einer komplett neuen Anlage. Mithilfe sorgfältiger Berechnungen und ingenieurtechnischer Kreativität erkannten sie jedoch, dass sich nahezu die gleichen Ergebnisse erzielen lassen, indem die bestehende Anlage lediglich um eine isolierte Verbindungsleitung ergänzt wird.
Wie viel Energie auf diese Weise tatsächlich eingespart wird, hängt vom jeweils produzierten Produkt sowie von den saisonalen Temperaturen ab. In Lohja können die Temperaturen in den Wintermonaten auf unter –20 °C fallen. Dennoch zeigt dieses Projekt eindrucksvoll, wie bereits eine vergleichsweise kleine technische Anpassung zu spürbaren Energie- und Kosteneinsparungen beitragen kann.