Die Zürcher Hohlstrasse wurde Anfang des 20. Jahrhunderts parallel zu den Gleisen angelegt, um Bahnwerkstätten und Industriegebiete zu erschließen. Heute wandelt sich das Areal durch eine neue Nutzung: Während historische Werkstätten zu einem Gewerbepark werden, entstehen entlang der Strecke dringend benötigte Wohnungen.
Drei Baufelder prägen die Entwicklung: Das erste wurde mit Hochhausscheiben bebaut, die die Backsteinarchitektur historischer Industriebauten neu interpretieren (Loeliger Strub, Adrian Streich, SBB). Auf dem zweiten entsteht ein mäanderförmiger Bau mit einem Turm und Wohnungen für kinderreiche Familien (Gut & Schoep, Stadt Zürich). Das dritte Baufeld umfasst mittelständische Wohnungen (Armon Semadeni, SBB). Ein Grünstreifen und eine geplante Velo- und Fussgängerbrücke sollen die Areale verbinden.
Zwei 71 Meter hohe Türme markieren den Übergang zur Hohlstrasse. Ihr versetztes, überkragendes Design setzt einen markanten städtebaulichen Akzent. Differenzierte Fassadengestaltungen – horizontale Laubengänge und vertikale Lisenen – verstärken ihre Wirkung. Eine denkmalgeschützte Backsteinhalle dient als Vorposten. Ornamental gestaltete Stirnseiten mit diagonalen Teilungen erinnern an eine Ziernaht und erzeugen optisches Gleichgewicht, insbesondere beim asymmetrischen östlichen Turm.