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In Farbe Strom erzeugen

2026-06-23 4 min

Die natürliche Farbe von Faserzement ist grau. Fassaden und Dächer, die damit bekleidet sind, wirken natürlich und zurückhaltend – die Farbe gibt der Form den Vorrang. Doch wie lässt sich dieser Grundsatz bewahren, wenn Photovoltaik in die Gebäudehülle integriert werden soll? Diese Frage stellt sich eigentlich bei jedem Umbau, der Energieautarkie zum Ziel hat. Bei den zwei hier vorgestellten Projekten lag die Antwort in der Materialwahl: Solarmodule und Faserzementplatten aus demselben Haus, in derselben Farbe – kaum voneinander zu unterscheiden.

Mehrfamilienhaus in Zürich

Das Mehrfamilienhaus in Zürich befindet sich seit Generationen im Familienbesitz. Der Bauherr erzählt, dass sie zunächst nur die Rollläden ersetzen wollten. Dann kam die Idee hinzu, auch die Fenster zu erneuern und schliesslich schlug der beauftragte Unternehmer vor, Solarpaneele in die Fassade zu integrieren. Aus einem ursprünglich kleinen Eingriff wurde eine umfassende Renovation.

Die Stadt Zürich hatte für die Solarpaneele klare Vorgaben: Sie durften auf keinen Fall schwarz sein. Da das Haus bereits eine graue Faserzementfassade hatte, entschied sich die Bauherrschaft erneut für Grau. Aus der Palette mehrerer Grautöne, die Swisspearl für die Solarpaneele anbietet, wählte man ein dunkleres Grau, weil der Energieeintrag bei dunkleren Farbtönen höher ist als bei hellen.

Wie breite Bänder umschliessen nun grossformatige Faserzementplatten und Solarpaneele in demselben Grauton einander abwechselnd das Gebäude. Der Unterschied ist je nach Lichtsituation kaum wahrnehmbar und verleiht dem Haus ein ruhiges, geschlossenes Erscheinungsbild. Mithilfe der Ergänzungsplatten aus dem Swisspearl-Sortiment konnten auch die Anschlüsse an die Balkone sauber ausgeführt werden – ein Detail, das bei Solar-Fassaden oft unterschätzt wird. Das Haus verfügt über eine Batterie und eine Wärmepumpe, um den erzeugten Strom zu speichern und direkt zu nutzen. „Wir wohnen selbst in dem Haus und haben einen Schalter, den wir einfach umlegen können, um bei einer Mangellage den vollen Nutzen der Solarzellen für unsere Wohnung zu nutzen ", erzählt der Bauherr.

Villa im Tessin

Die Situation im Tessin war eine etwas andere. Hier wurde nicht die Fassade, sondern das Dach energetisch saniert. Die Villa, ein Ensemble aus vier eingeschossigen Baukörpern, mit dem Wohnhaus in der Mitte, hatte bereits eine Dachdeckung aus grauem Faserzement. So wählte man auch hier für die Solarpaneele und die ergänzenden Faserzementplatten wieder einen Grauton, den Farbton Granit. Die auf Solaranlagen spezialisierte ezee ENERGY Suisse AG mass zunächst den Stromverbrauch der Villa, um die Anlage richtig dimensionieren zu können. Geschäftsführer Robert Böni betont, wie entscheidend die akribische Vorarbeit war: Wer vor Ort alle Masse sorgfältig prüft, muss während der Bauzeit nur noch kleine Dinge lösen.

Die Dacheindeckungen wurden erneuert und Solarpaneele integriert. Bis auf das Walmdach des Wohnhauses sind alle Dächer nun zu mehr als zwei Dritteln mit Modulen belegt. Die Detaillierung und die Auswahl der Produkte fanden in enger Abstimmung mit dem Architekten des Hauses statt, der die Gesamterscheinung des Hauses weitgehend erhalten wollte. Insbesondere bei eingeschossigen Bauten sind die Dachdeckung und der Übergang von der Fassade zur Dachentwässerung deutlich präsenter und damit gestalterisch von grösserer Bedeutung. Deshalb legten die Planenden einen grossen Wert auf die farbliche Gestaltung des Daches und auf die Integration der Entwässerungssysteme. Herausfordernd war dabei laut Böni vor allem die integrierte First- und Kehlrinne.

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Das System: Sunskin von Swisspearl

Swisspearl stellt nicht nur Faserzement für Dach und Fassade her, sondern auch rahmenlose Photovoltaiksysteme, die bündig in die Dach- und Fassadenbekleidungen integriert werden können. Da die Unterkonstruktion des Sunskin-Systems, der Solarmodule von Swisspearl, weitgehend identisch mit der einer Faserzementfassade ist, lassen sich die Solarmodule problemlos mit anderen Dach- und Fassadenplatten aus dem firmeneigenen Sortiment kombinieren. Dafür gibt es spezielle Solarergänzungspatten wie die Aura-Platte für das Dach und die Largo-Platte für die Fassade.

Für das Dach eignen sich aber auch kleinformatige Eternit Dachplatten, Mittelformate wie Structa oder Eternit Wellplatte hervorragend als Ergänzung. Die Solarmodule an der Fassade können wiederum mit allen Klein-, Mittel- und Grossformaten sowie mit der Wellplatte kombiniert werden. Es gibt hier für alle farbigen PV-Module übereinstimmende Farben. So können Flächen, auf die kaum direkte Sonne trifft, oder Flächen, die für ein Solarmodul nicht geeignet sind, mit gleichfarbigen Fassaden- oder Dachplatten ergänzt werden und so ein stimmiges Gesamterscheinungsbild erzeugt werden.

Qualität

Auf die Frage, warum er die Photovoltaikmodule von Swisspearl auswählte, antwortet Robert Böni, Geschäftsführer der Firma ezee: „Das ist ein regionaler Partner und von der Qualität her ist wenig Vergleichbares in der Schweiz erhältlich.“

Bei den Bauten in Zürich wie im Tessin sind die Solarpaneele nun integrierter Teil der Aussenhülle. Wer genau hinschaut, sieht natürlich, dass es Solarpaneele sind. Die Energieeffizienz aber drängt sich gestalterisch nicht auf, sondern sorgt für ein ruhiges stimmiges Erscheinungsbild. Die Sunskin-Solarmodule für die Fassade sind in drei Grössen und sieben Standardfarben erhältlich. Für das Dach stehen neben den klassischen Modulen in Schwarz und Schwarzmatt drei Farben zur Auswahl.

Einblicke in die Praxis

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