Die Kirchgemeinde, insbesondere der Verwaltungsrat, weiss ihr Kleinod zu schätzen. Er trägt ihm Sorge und stellt sicher, dass der Bau auch künftig die Bedürfnisse der Gemeinde erfüllt. Vor zwei Jahren, anlässlich seines 50-Jahre-Jubiläums, wurde beschlossen, dem Sakralbau ein neues Dach zu gewähren.
Dieses soll nicht nur jedem Wetter standhalten – es soll auch Strom produzieren. Dank der grossen Dachfläche – rund 1000 Quadratmeter – hat die Indach-Anlage eine Leistung von 140 Kilowattpeak. Wie genau der Strom genutzt wird, wird derzeit noch abgeklärt. Denn einerseits braucht die Kirchgemeinde selbst wenig Strom, inbesondere in den Sommerferien, wenn die Stromproduktion auf Hochtouren läuft. Andererseits sind die Einspeisetarife nicht vorteilhaft. «Wir überlegen uns deshalb, eine lokale Elektrizitätsgemeinschaft (LEG) zu gründen», sagt Christian Breitenmoser, Präsident des Kirchenverwaltungsrats. Mit einer LEG ist es ab Januar 2026 offiziell möglich, den Strom innerhalb derselben Gemeinde und im Bereich desselben Verteilnetzbetreibers zu verkaufen. «Das ist ja auch der Job der Kirche», sagt Breitenmoser und schmunzelt: «Die Energie von oben in der Bevölkerung verteilen.»
Um heute schon einen möglichst hohen Eigenverbrauch zu erreichen, wurde im alten Öllager eine 25-KW-Batterie installiert. Sie ist modular aufgebaut und lässt sich jederzeit erweitern. Auch der Anschluss für eine E-Ladestation ist bereits installiert.