Das schmale Haus in der Mitte der Dreiergruppe erhielt eine zweigeschossige Aufstockung, die mit einem Flachdach abschliesst. Ein Gestaltungsentscheid der breit diskutiert wurden. Die Denkmalpflege hätte ein Mansarddach bevorzugt. Die gewählte Holzelementbauweise ist für eine Aufstockung hingegen prädestiniert – nicht nur wegen ihres geringen Eigengewichts auf dem Bestandsbau, sondern auch aufgrund des hohen Vorfertigungsgrads. Gerade in einem verdichteten Gebiet wie an der Scheibenstrasse, so Simon Hügli, der ausführende Holzbauer, sei es wichtig, dass der Hauptteil des Bauprozesses im Werk erledigt werden könne. «Die Aufrichte der Elemente auf Platz ist dann sehr effizient, in diesem Fall dauerte es 2,5 Tage.» Aufwendig war hingegen das Baugerüst, das teils auf das alte Schrägdach, teils auf Nachbardächern gestellt werden musste und während der Aufstockung zeitweise frei stand und laufend in der neuen Konstruktion neu verankert werden musste.
Die Fassade wurde mit schiefergrünem Faserzementplatten verkleidet, die an im Quartier verwendete Baumaterialien und Farben erinnern. «Die Largo-Platten von Swisspearl bieten eine Vielfalt an Gestaltungsmöglichkeiten», sagt Holzbauer Hügli. Eine solche Flächenwirkung und dauerhafte Färbung wären mit einer Holzverkleidung nicht zu erreichen.»