In der Produktionsanlage wird die Zement-Faser-Wasser-Suspension zunächst in Becken gepumpt, welche mit rotierenden zylindrischen Sieben ausgestattet sind. Üblicherweise hat das sogenannte Hatschek-Verfahren drei bis vier rotierende Siebe.
Unterstützt durch die Saugwirkung in der Trommel wird auf der Oberfläche der rotierenden Siebe eine dünne ca. 0,9 mm dünne Schicht der Aufschlämmung erzeugt. Von den Sieben werden die dünnen Faserzementschichten übereinander auf einen rotierenden Filz übertragen. Diese Multilagen werden danach so lange um die Formatwalze gewickelt, bis die gewünschte Dicke der Platte erreicht ist.
Dieser Vorgang dauert, je nach Größe und Format der Platte, zwischen 20–100 Sekunden. Der Durchmesser der Formatrolle bestimmt die Länge der Platte, welche durch ein entsprechendes Schneidmesser ihr Rohformat erhält. Um ein anderes Format zu produzieren, müssen diese Aggregate umgerüstet werden. Zu diesem Zeitpunkt enthält der Faserzement noch viel Wasser, der Abbindeprozess ist noch in vollem Gange.
Zusätzlich zum Hatschek-Verfahren verwendet Swisspearl die sogenannte Flow-on-Technologie. Bei dieser Technologie wird aus einem Stoffauslauf eine dünne Faserzementlage auf dem Filz gebildet. Diese Einzellage wird dann, gleich wie beim Hatschek-Verfahren, um die Formatwalze gewickelt.